Seehofer: 2,4 Mrd. Klientelpolitik – diesmal nicht die Hotels

Merkel 060116

Der bayerische Ministerpräsident läßt es wieder mal krachen und sorgt für „seine“ Bauern. Beim Koalitionsgipfel setzt er eine weiter gesteigerte Subventionierung der Erzeugung von Strom aus Biomasse durch. Diese Form der Stromerzeugung ist nicht nur im Vergleich zu anderen Technologien bekannt teuer (zahlen muß wieder mal der Stromkunde über eine erhöhte Umlage des EEEG-Monopols), sondern läßt durch die Nutzung von Anbauflächen die Verknappung der Produktion für die menschliche Ernährung und weitere Preisanstiege erwarten. Selbstredend wird die Biomasse nicht nach ökologischen Kriterien des Biolandbau erzeugt, sondern ist vermutlich genauso konventionell unnachhaltig und selbstbezogen wie die Geisteshaltung der Wähler des Herrn Seehofers. Unklar bleibt, ob die erwarteten zusätzlichen Strommengen ausreichen werden, um die Stromversorgung der süddeutschen Industriebetriebe ohne die von Herrn Seehofer abgelehnten neuen Stromtrassen sicherzustellen. Wirklich freuen darf sich Herr Draghi, stützt doch dieses Vorgehen sein Ziel einer höheren Inflation.

Bildquelle: Bundesregierung, Hans-Christian Plambeck

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