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Ganztagsschule nach Maß. Das Modell Westerkappeln stellt sich vor



Informative Veranstaltung der Stiftung Liberales Netzwerk zum Thema Offene Ganztagsschule

Was haben pfiffige Emsländer, flinke Ostfriesen, humorvolle Hannoveraner und kreative Westfalen mit der offenen Ganztagsschule zu tun? Die Stiftung Liberales Netzwerk hatte am Montag, den 19. September 2005, zu einer Informationsveranstaltung mit dem Thema „Ganztagsschule nach Maß. Das Modell Westerkappeln stellt sich vor“ eingeladen.


Vertreter der Gemeinde Westerkappeln Herr Niermann, Schulleiterin Frau Lührmann, 2. Vorsitzende der Elterninitiative Frau Hemmers-Schulte, 1. Vorsitzende Frau Kleen, Pädagogische Leitung Frau Schroer

 Die nordrhein-westfälische Elterninitiative WeSpE e.V. stellte zusammen mit der Schulleiterin der Grundschule Westerkappeln in der Aula der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland in einer gelungenen Präsentation ihr Konzept einer offenen Ganztagsschule vor. Das Publikum war beeindruckt von der äußerst engagierten Elterninitiative, deren ehrenamtliches Engagement Vorbildfunktion für unsere Gesellschaft haben sollte. Auch das von der WeSpE e.V. aufgebaute beispielhafte Netzwerk der Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde Westerkappeln fand regen Anklang. Hierzu zählen ein Kinderbüro, eine seit Jahren etablierte Nachmittagsbetreuung für Jugendliche und eine Freiwilligen Agentur, die das Interesse am ehrenamtlichen Engagement fördert und europäische Jugendliche in ihrem Freiwilligenjahr in sozialen Einrichtungen und auch der Kinder- und Jugendbetreuung in Westerkappeln vermittelt und einsetzt. Herr Niermann als Vertreter der Gemeinde sagte nicht ohne Stolz, dass die finanzielle Unterstützung dieser Aktivitäten durch die Gemeinde im Rat von allen Fraktionen getragen und auch als langfristige Verpflichtung anerkannt wird. Diese flexible und fördernde Grundhaltung und Unterstützung der Gemeinde Westerkappeln wurde vom Publikum mit Erstaunen und Anerkennung wahrgenommen.

 Nach der Präsentation des nordrhein-westfälischen Modells erläuterte Herr Temming, Regierungsschuldirektor des Niedersächsischen Kultusministeriums, Entstehung und Grundzüge der niedersächsischen Ganztagsschulgesetzgebung. Anschließend stellte er sich mit viel Humor und sehr klar strukturierten Antworten den zum Teil kritischen Fragen des Publikums. So erläuterte er unter anderem auch, dass die ostfriesischen Schulen im Jahr 2003 die ersten Anträge bereits gestellt hatten, als das Investitionsprogramm des Bundes zum Auf- und Ausbau von Ganztagsschulen (IZBB) kaum veröffentlicht worden war. Die Emsländer warteten dann mit besonders pfiffigen Konzepten auf, so dass auch sie einen großen Teil des niedersächsischen Kuchens von immerhin fast € 400 Millionen erhalten haben. Nicht nur aus der hiesigen Region gingen dann viele Anträge am letzten Stichtag, dem 31. Januar 2005 ein. Diese Anträge, so machte Herr Temming allerdings angesichts vieler schürender Presseberichte sehr deutlich, sind Anträge für Finanzierungsmittel, die erst im Jahr 2007 zum Tragen kommen. Nach fast drei Stunden intensiven Informationsaustauschs gingen die Zuhörer angeregt vom westfälischen Engagement und mit guten Vorsätzen ihrer Wege. Informationen zur Stiftung Liberales Netzwerk erhalten Sie unter der Tel. Nr. 054 03-79 37 03 oder http://www.libnet.de/.

Fotos: Elterninitiative WeSpE e.V.

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