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Berlin: "Zukunft braucht Herkunft und Tradition Zukunft!"

Das Liberale Netzwerk, die Knotenpunkte Berlin und Potsdam laden ein zur Führung durch die Königliche Porzellan-Manufaktur (KPM) Berlin.

THEMA:
"Zukunft braucht Herkunft und Tradition Zukunft!"
Führung durch die
KPM -
Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin

TERMIN: Samstag, 01. Dezember 2007 um 16:00 Uhr

ORT: KPM - Königliche Porzellan-Manufaktur GmbH, Wegelystraße 1, 10623 Berlin-Tiergarten

U.A.w.g. per Fax (030) 28099 - 297 oder per Mail
berlin(at)liberalesnetzwerk.de
bis Mittwoch, 28. November 2007.

Im Anschluss an die etwa einstündige Führung besteht die Möglichkeit zum individuellen Einkaufsbummel und evtl. Erwerb in der KPM GALERIE oder zur Einkehr in das KPM CAFÉ, Öffnungszeiten bis 18:00 Uhr.

Die neue KPW WELT macht die Tradition der Königlichen Porzellan-Manufaktur Berlin mit ihrer Jahrhunderten alten Geschichte, dem aufwendigen Herstellungsprozess der Manufakturporzellane, seine kunstvollen Malerei und Dekoration für uns erlebbar. Eine spannende Zeitreise durch die internationale Welt der Keramik, Vorführungen traditionsreicher Handwerkskunst an Schauarbeitsplätzen u.v.m zeigen, wie auch in der Gegenwart aus Materialien der Natur bleibende Werte von höchster Qualität geschaffen werden.

Die KPM bietet mit ihrer über 244 jährigen Tradition eine spannende und vielseitige Historie. Als ältestes produzierendes Unternehmen Berlins und eine der weltweit führenden Luxusmarken steht die KPM für feinstes Porzellan, was auch als "weißes Gold" bezeichnet wird.


Der gesamte Gebäudekomplex der Manufaktur in der Wegelystraße in Berlin Tiergarten, das so genannte KPM-Quartier in der Spreestadt wurde 1998 bis 2003 unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten behutsam saniert und die Produktionstechnologie nach modernsten Maßstäben erneuert.

Die Königliche Porzellan-Manufaktur (KPM) ist Berlins ältester Handwerks- und Gewerbebetrieb und wurde zu Beginn 2006 letztlich privatisiert. Zuletzt war die staatliche Investitionsbank Berlin (IBB) bzw. das Land Berlin Eigentümer, vorher die preußischen Könige.
Im Jahre 1763 erwarb Friedrich der Große die seit 1751 bestehende und vom Berliner Kaufmann und Wollzeugfabrikant Wilhelm Caspar Wegely gegründete Porzellan-Manufaktur.
Der Bankier und Eigentümer der Allgemeinen Beamtenkasse Jörg Woltmann erwarb als Privatinvestor im Februar 2006 die KPM - Königliche Porzellan-Manufaktur und eröffnete im September 2007 die Dauerausstellung über die Geschichte der Manufaktur und des KPM-Porzellans.

Auszüge der KPM-Historie:

1751 von Caspar Wilhelm Wegely gegründete Manufaktur; Übernahme durch Johann Ernst Gotzkowski; 1763 als königliches Konkurrenzunternehmen zur sächsischen Meißener Porzellanmanufaktur (von 1710) von Friedrich II. erworben. Bis 1871 lag die Produktionsstätte an der Leipziger Straße in Berlin-Mitte. Aus Platz- und Transportoptimierungsgründen wurde sie nach Charlottenburg an die Spree verlegt; Neubauten 1868 bis 1872 durch Gustav Möller. 1913 bis 1916 Errichtung des Ringofens, eines Porzellan-Brennofens mit 22 Brennkammern (bis 1960 in Betrieb). Nach der Revolution und dem Absetzen Kaiser Wilhelm II. 1918 wurde die KPM in "Staatliche Porzellan Manufaktur" umbenannt. Erst in den 1980er Jahren erhielt sie ihren königlichen Namen zurück. Erweiterungsbauten 1955 bis 1962 von Bruno Grimmek. 1981 Austausch des in Ost-Berlin befindlichen Plan- und Produktionsarchivs gegen die in West-Berlin lagernden Skulpturen der Schinkelschen Schlossbrücke.
Seit die Porzellanmanufaktur "Königlich" genannt wurde, führt sie das königsblaue Zepter als Markenzeichen. KPM ist eine der letzten Manufakturen weltweit: Bis heute wird jedes Stück von Hand hergestellt. Zu allen Zeiten gab es die Zusammenarbeit mit berühmten Künstlern: Von Schadow bis Mari, dem Mailänder Designer.

1998 bis 2004 Sanierung der historischen Manufakturgebäude, Umbau und Erweiterung der Produktionsstätten durch das Architekturbüro Gerkan, Marg & Partner (gmp) und Vergrößerung des KPM-Quartiers in der neu entstehenden Spreestadt mit Büro-, Gewerbe und Wohnflächen.
Eine Privatisierung mit Hindernissen: Ende 2004 verkauft die Investitionsbank Berlin IBB im Auftrag des Berliner Senats die KPM an Franz Wilhelm Prinz von Preußen, den Urenkel Kaiser Wilhelms II. für 3 Millionen Euro Kaufpreis sowie 5 Millionen Euro Investitionszusage und das Versprechen, 170 Arbeitsplätze zu erhalten. Wer nach dem Verkauf für die 24 Millionen Euro Pensionszusagen an die Mitarbeiter aufkommen sollte, blieb in dem Vertrag offen.

Eigenes Geld hatte die Gruppe um den Prinzen offenkundig nicht. Der gesamte Kaufpreis wurde ihr von der Allgemeinen Beamten Kasse geliehen, die dem Bankier und Präsidenten des Lions Club Jörg Woltmann gehört. Der sicherte seinen Kredit u.a. dadurch ab, dass er sich für den Fall der Insolvenz der KPM den Markennahmen verpfänden ließ. Aber auch der Nachfahre von Friedrich dem Großen, Franz Wilhelm von Preußen kann das Unternehmen nicht aus der geschäftlichen Krise führen. Nachdem Anfang 2006 ein Konkurs durch einen Kredit der IBB noch einmal abgewendet werden kann, wird KPM am 24.2.2006 an eine Holding des Unternehmers und Gesellschafters der Allgemeinen Beamtenkasse, Jörg Woltmann veräußert. Am 11.11.2006 eröffnete die KPM in der historischen Ofenhalle, die aufwändig restauriert und seit 2003 für Veranstaltungen genutzt wurde, eine neue Manufaktur-Galerie zur Präsentation und zum Verkauf ihrer Produkte.'

Am 07.09.2007 fand die festliche Eröffnung der neuen "KPM WELT" auf dem Manufakturgelände in Berlin-Tiergarten statt. Erlebbar ist darin der aufwendige Herstellungsprozess der Manufakturporzellane, seine kunstvollen Malerei und Dekoration. Eine spannende Zeitreise durch die internationale Welt der Keramik, Vorführungen traditionsreicher Handwerkskunst an Schauarbeitsplätzen und unter anderem zu sehen sind die Tafelservices, von denen König Friedrich II. speiste.

Hintergrundinformationen:
http://www.kpm-berlin.de/kpm_welt/default.aspx
http://www.welt.de/wams_print/article1305223/
Die_Rettung_des_feinsten_Porzellans_Berlins.html

http://www.tagesspiegel.de/berlin/KPM;art270,2375234

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