Knoten Frankfurt Auftaktveranstaltung: Liberalismus – ein Muss in unserer Gesellschaft

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Am 22. Mai fand die Startveranstaltung des Knoten Frankfurt statt. Wir berichten über den Verlauf.

„Die größte Gefahr in Krisenzeiten ist, dass das Bewusstsein für langfristige Überzeugungen verloren geht. Das aber ist nötig, denn nur ein Festhalten an Grundsätzen bietet die Chance zur Lösung“, so sieht es Gabriele Müller, die neue Koordinatorin des Knotenpunktes Frankfurt-Rhein-Main der Stiftung Liberales Netzwerk. Grund genug für diese überparteiliche Plattform kritischer Bürger, zu einem Dialog mit Prof. Dr. Gerd Habermann einzuladen.

Der Wirtschaftsphilosoph, Publizist und Honorarprofessor an der Universität Potsdam, sowie Initiator der Friedrich-August-vom Hayek-Gesellschaft, ist einer der schärfsten Beobachter der Geschichte und der Entwicklung des Liberalismus. So konstatierte dieser Mahner auch, dass heute in Deutschland die größte Herausforderung darin besteht, dass die Gesellschaft als Ganzes, aber auch jeder Einzelne über das Verständnis von Freiheit unter den neuen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Voraussetzungen nachdenken muss. „Der Wohlfahrtsstaat kann nämlich nur solange bestehen, wie sein Wirt, das heißt die Marktwirtschaft, besteht“, so Habermann. Mithin ist Prinzipientreue gefragt, aber allzu oft werden heute liberale Werte dem diffusen Postulat der Gleichheit untergeordnet. Freiheit gilt es heute gegen die Intervention des allzu fürsorglichen Staates zu verteidigen und Freiheit heißt dabei, persönliche Verantwortung wahrnehmen. Dafür muss auch liberale Politik ein Zeichen setzen und diese Botschaft richtete der Professor direkt an den anwesenden stellvertretenden Ministerpräsidenten des Landes Hessen und FDP Vorsitzenden Jörg-Uwe Hahn, der die Auftaktveranstaltung mit einem Grußwort würdigte.

In der anschließenden Diskussion, an der sich auch die Mitgründerin der Stiftung Liberales Netzwerk, Dr. Hergard Rohwedder, engagiert mit ihrem Plädoyer für die liberale Bürgergesellschaft – welches sie bereits bei ihrem Grußwort grundlegend formulierte – beteiligte, hat man im Frankfurter Presseclub den Grundstein für einen zukünftigen intensiven Dialog gelegt. Kritisch und deshalb verantwortungsbewusst, will man von dem neuen Knotenpunkt Frankfurt/Rhein-Main aus in Zukunft die Politik begleiten. Freiheit und Eigenverantwortung als gesellschaftspolitisches Ideal dürfen in Deutschland, weil ein Erfolgsmodell, nicht aus dem Fokus geraten.

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