Insel der Seligen II: die Schweiz steigt im Ranking der Wettbewerbsfähigkeit auf Rang 2, Deutschland fällt auf Platz 12

Arturo Bris IMD

Das „Institute for Management Development“ IMD (eine international führende Management-Universität in Lausanne) hat seine aktuelle Bewertung der Länder-Wettbewerbsfähigkeit veröffentlicht. Die Schweiz verbessert sich um 2 Plätze, nachdem die dortige Volkswirtschaft die Aufwertung des Franken ohne sehr gravierende Auswirkungen auffangen konnte. Die bekannt guten Straßen und Bahnen, eine wirtschaftsfreundliche Arbeitsmarktpolitik, eine effiziente und transparente öffentliche Verwaltung und eine hohe Produktivität sind die unverändert gültigen Grundlagen für diesen Erfolg. Kritisiert werden u.a. die Nationalbank, die Abschottung bestimmter Wirtschaftsbereiche und die Subventionspolitik.

An der Spitze des Ranking landete übrigens Hongkong nicht nur wegen der dortigen effizienten Behörden sondern auch weil diese das IMD um Vorschläge zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit gebeten haben. Man darf abwarten, ob die Chinesen hier dem Vorgehen der deutschen Regierung folgen und die Vorschläge der Sachverständigen in der Rundablage verschwinden lassen.

Vollständige Ergebnisse sind für Deutschland und andere Länder nur gegen Gebühr erhältlich. Die Kritikpunkte für Deutschland sind wie bekannt:  das Steuersystem ist zu kompliziert und nicht leistungsfördernd, der Arbeitsmarkt ist stark überreguliert und die Staatsausgaben fließen größtenteils als Sozialleistungen in den Konsum, während Bildung, Forschung und Infrastruktur seit Jahren zu kurz kommen.

Bildquelle: IMD

 

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