Von wegen starke Volkswirtschaft – Schuldenkönig Deutschland hält 23,6 % der Schulden aller EURO-Länder

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Das Statistische Amt der Europäischen Union, kurz Eurostat, meldet heute die aktuellen Stände der öffentlichen Schulden in den EURO und EU-Ländern.

Anders als die Statistikbehörde beschränken wir uns auf die Nennung der absoluten Zahlen und ihre Veränderung zum Vorjahr, da diese die tatsächlichen Zahlungspflichten der europäischen Bürger abbilden. Die gerne genutzten %-Zahlen im Verhältnis zu den BIP sind kaum aussagekräftig, da sie durch öffentliche Ausgaben kleiner werden, und, am Beispiel Frankreich und anderer erkennbar, das wahre Ausmaß der Schulden jahrelang verschleiert haben.

Die Highlights:

262 Mrd. € (24,3%) betrug der Zuwachs der Schulden der EURO-Länder im 1. Quartal 2014 im Vergleich zum 1. Quartal 2013; Verursacher waren die üblichen Verdächtigen in Südeuropa und Frankreich (90 Mrd.)!

231 Mrd. € betrugen zusätzlich die zwischenstaatlichen Schulden der EURO-Länder w. der Finanzkrise; das ist eine Zunahme um 32 Mrd. € (16%) in 12 Monaten

EUROSTAT zeigt für Deutschland einen Rückgang der Staatsverschuldung um 10 Mrd. € ggü. VJ. Das darf man getrost der Kategorie Meßfehler zurechnen zumal die zwischenstaatlichen  Schulden hier nicht mitgerechnet werden.

Die Kassen sind voll: die Steuereinnahmen des deutschen Staates stiegen in 2013 ggü. 2012 um 20 Mrd. auf 620 Mrd. €. Für 2014 werden nach offizieller Schätzung insgesamt 640 Mrd. Steuereinnahmen erwartet, für 2018 nochmal 100 Mrd. mehr (Hinweis: die Definition von Steuern, Schulden, Ausgaben usw. unterscheidet sich je nach Quelle erheblich).

Quelle: http://epp.eurostat.ec.europa.eu/cache/ITY_PUBLIC/2-22072014-AP/DE/2-22072014-AP-DE.PDF

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