Dr. Merkel wird 60 – die etwas andere Hagiographie

Neujahr 2005 Merkel media_2715

Was zum Geburtstag der „mächtigsten“ Frau der Welt so alles geschrieben wird

Nachdem die Kanzlerin heute von allen Seiten und besonders ihren politischen Freunden mit Glückwünschen überschüttet wird, konzentrieren wir uns hier getreu dem Motto, das nirgendwo so gelogen wird wie bei Geburtstagen und an offenen Gräbern, auf die besonders gelungenen Würdigungen der Regierungschefin.

Eine etwas andere Form der Würdigung: die Zitate wurden eingestandenermaßen aus dem Zusammenhang entfernt, Auswahl und Reihenfolge sind subjektiv und ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Bei den Quellen stützen wir uns auf öffentlich zugängliches Material, obwohl wir gerne auch vom NSA erfahren hätten, welche Glückwünsche die Kanzlerin über ihr Mobiltelefon erhalten hat.

  • Ulrich Schmid, Journalist (NZZ)

„bescheidene Weltmeisterin“

„CDU ohne Merkel verloren“

„mag verschwitzte Sieger, Schweinsteiger besonders“

„putziger Humor, drollige Resultate“

„kein kräftiges Rückrat“

„Mäandrieren als Politikstil“

„CDU als Partei ohne Überzeugung“

  • Günter Bannas, Redakteur SZ

„auf nicht vordergründige Weise eitel“

„mädchenhaftes Lächeln“

„Geheimnistuerei, Entmachtung der Parteigremien, abrupte Kehrtwendungen“

„inszeniert konsequent die Nicht-Inszenierung“

„hat noch manches vor“

  • Helmut Kohl, Vorgänger, Geschichtsmantel-Beweger, Groß-Enteigner (Bild-Zeitung)

„hat Gelegenheiten genutzt“

  • Philipp Wittrock, Journalist, Der Spiegel

„die Übermächtige“

„grenzenloser Pragmatismus“

  • Michael Streng, „Politikberater“ (Neue Osnabrücker Zeitung):

„personelles und geistiges Vakuum in der CDU“

„keine Spuren in der Geschichtsschreibung hinterlassen“

„von den Amerikanern vorgeführt“

  • Bernd Riexinger, Co-Vorsitzender der Partei „Die Linke“ (Mitteldeutsche Zeitung)

„natürliche Wünsche“

„Geburtstag ist ein wichtiger Merkpunkt für alle, die sie nicht gewählt haben“

  • Alexandra Jacobsen, Journalistin Neue Westfälische

„perfekte Wohlfühlkanzlerin“

„keine kühnen Visionen“

„keine Zumutungen für die Menschen zu Hause“

„nährt die antiamerikanische Stimmung im Land

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