Mutti will nur unser Bestes – wieder mal geht sie uns an … das Geld

Die Kanzlerin verkündet Unheil – online und per Video-Podcast

Da der Griff in die Tasche des Bürgers keine Überraschung für irgendwen sein kann, lenke ich mal den Blick auf ein paar Details.

Was ist ein Interview?

Das bekanntlich allwissende Wikipedia gibt folgende etymologische Erläuterung:

„Der Begriff ist ableitbar vom lateinisch: inter-, französisch entre- sowie lat. -videre, frz. -voir, dann daraus frz. entrevue bzw. s’entrevoir. Frei übersetzt: sich gegenseitig (kurz) sehen“.

Wer es eher klassisch mag, findet im Wahrig (Deutsches Wörterbuch;  ausgerechnet von 1968) die Erläuterung: „Befragung (meist bekannter Persönlichkeiten) durch Presse- oder Rundfunkvertreter“ – Gegenseitigkeit war damals entweder noch keine Grundlage öffentlicher Kommunikation oder vorausgesetzt.

Jedenfalls gibt ein Gegenüber in bekannt Kohl’scher Manier dem „Mädchen“ die Stichworte und die Amtsinhaberin spricht. Böse ist, wer da die Interviewerin nur für Dekoration und jung und frei von Meinung hält. Nur weil sie Redakteurin der „Zeitschrift „Stadt und Gemeinde interaktiv“ des Deutschen Städte- und Gemeindebundes“ ist und deshalb vielleicht voreingenommen? Man weiß es nicht, denn die Fundstellen bei dem genannten Magazin sind nur Abonnenten zugänglich. Ihre Körpersprache ist mit schiefer Schulter und verkrampften Händen jedenfalls ziemlich deutlich. Ob sie bessere Beine als Frau Christiansen hat, bleibt dem ganzheitlich interessierten Zuschauer verborgen. Den Wettbewerb um den besseren Schneider hat sie trotz Spitzenrändchen gewonnen, denn wenigsten steht der Kragen ihrer Jacke nicht wie bei der Kanzlerin zentimeterweit vom Hals ab. Aber nein, den Brioni-Kanzler will ich nicht zurück. Der soll sich seine Brötchen weiter von den Erdgastöchtern des Imperator Putin zahlen lassen.

Dann also doch noch der Blick auf die verkündeten Inhalte, was ist die Botschaft?

Der Solidarzuschlag hat nichts mit Sonderlasten aus der Einigung zu tun. Es geht um die Finanzierung allgemeiner Staatsaufgaben und auf Einnahmen kann die Bundesregierung grundsätzlich nicht verzichten.

Da freut man sich auf die nächste Klage vor dem Bundesverfassungsgericht oder dem Bundesfinanzhof und wartet auf den höchstrichterlichen Freifahrtschein „das liegt in der Entscheidungsbefugnis der Politik“. Kein Wort von den Ursachen der Probleme im Osten (wo kein privates Eigentum, da kein Wohlstand) und im Westen (der Sozialstaat schafft die Probleme, die er zu lösen vorgibt; alle Kraft gegen den Strukturwandel, wir können den Lauf der Welt aufhalten). Der Vollständigkeit halber der Link auf die unverdrossenen Widerständler vom Steuerzahlerbund: http://www.steuerzahler.de/files/57639/Das_1_x_1_des_Solidaritaetszuschlags_Januar_2014.pdf

In einem kann der Kanzlerin nicht widersprochen werden: wir haben es alle vor der Wahl gewußt: Steuersenkungen wird es mit ihr und Herrn Schäuble nicht geben. So ist das in der Demokratie.

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